Der Industriekreis des TRR 188, der die Forschungsarbeiten beratend begleitet, kam am 22. November 2017 im Gästehaus der RWTH Aachen zu seiner ersten Sitzung zuammen. Im Vordergrund dieser Sitzung stand die Vorstellung der Zielsetzung und des Grundkonzeptes des TRR 188 sowie der Teilprojekte.

 

Der SFB/Transregio 188 hat sich auf der diesjährigen "International Conference on Technology of Plasticity, ICTP" in Cambridge, United Kingdom erstmalig einem größeren internationalen Publikum vorgestellt. Im Rahmen eines Posterstands vom 17. - 22. September 2017 wurden der Grundgedanke des TRR 188 sowie erste ausgewählte Ergebnisse präsentiert. In zahlreichen Fachgesprächen mit Konferenzteilnehmern ergaben sich anregende Diskussionen und Rückmeldungen zu dem Thema der schädigungsinduzierten Schädigung.

 

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses fand an der TU Dortmund vom 28. bis 29. Juni 2017 das erste Promotionsseminar statt. Den Doktorandinnen und Doktoranden des TRR 188 wurden an den beiden Tagen so unterschiedliche Themen wie "Scientific Publishing", Einführung in die Optimierung" und "Die virtuelle Austauschplattform" angeboten. Ziel dieser Promotionsseminare ist die Vermittlung sowohl von Arbeitsmethoden, der Nutzung von Software und Messverfahren als auch fachlichem Wissen. Nicht zu kurz kam auch das gesellige Zusammensein und Kennenlernen bei einer abendlichen Grillveranstaltung.

 

Im Rahmen der Conference 36th IDDRG 2017 "Materials and Testing for sheet metal forming" bietet der TRR 188 ein Minisymposium an. Nahmhafte Wissenschaftler haben sich angemeldet, um einen Vortrag zu dem Themengebiet "Damage and Fracture in Sheet Metal Forming" zu halten. Chairman sind Prof. Tekkaya und Dr. Clausmeyer.

 

Unser Kollege Dr. mont. Christoph Kirchlechner vom Max-Planck-Institut für Eisenforschung, Düsseldorf hat am 3. Mai 2017 den Heinz Maier-Leibnitz-Preis von der DFG und dem BMBF verliehen bekommen. Es ist die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Ausgezeichnet wurde Christoph Kirchlechner für seine herausragenden Untersuchungen der Verformung und des Versagens von Materialien in mesoskopischen Dimensionen. Die dabei von ihm mitentwickelte neuartige Methodik der mikro-Laue-Beugung wird auch im Rahmen des TRR 188 zum Einsatz kommen. Sie ermöglicht die ersten "Live"-Einblicke in die Akkumulation von Versetzungen an Korn- und Phasengrenzen während der Verformung, was wiederum eine direkte Korrelation der mechanischen Eigenschaften mit der zugrunde liegenden Defektstruktur ermöglicht. 

 

Das Kick-off-Meeting zum Start der ersten Förderperiode des TRR 188 fand am 17. März 2017 an der TU Dortmund statt. Organisiert wurde es vom Institut für Umformtechnik und Leichtbau, das die Sprecherschaft des Transregios inne hat. Das Treffen diente einem ersten Kennenlernen der TRR-Mitglieder und der Vorstellung ihrer Teilprojekte. Außerdem wurden organisatorische Grundlagen und diverse Vereinbarungen für die erfolgreiche Arbeit des Transregios auf den Weg gebracht.

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im November 2016 in der Sitzung des Bewilligungsausschusses die Einrichtung des SFB/Transregios „Schädigungskontrollierte Umformprozesse" beschlossen. Die Fördersumme beträgt mehr als 8 Millionen Euro für die ersten vier Jahre. Dieses Großprojekt wird gemeinsam von der Technischen Universität Dortmund (Sprecherhochschule) und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen durchgeführt. Sprecher des TRR 188 ist Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. A. Erman Tekkaya vom Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) an der Fakultät Maschinenbau der TU Dortmund. Weitere beteiligte Einrichtungen sind die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und das Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH in Düsseldorf.

Ziel des Transregios ist es, ein grundlegendes Verständnis bezüglich der beim Umformen wirkenden Schädigungsmechanismen und ihrer Auswirkungen auf die Produkteigenschaften zu erforschen, um langfristig den Schädigungsgrad eines Bauteils quantitativ angeben, kontrollieren und entlang der Prozesskette gezielt einstellen zu können.