Das Ziel dieses Arbeitskreises ist es, die Leistungsfähigkeit der in den Forschungsbereichen angefertigten Bauteile in Abhängigkeit der Bauteilschädigung zu bewerten. Hierbei gilt es, eine Verbindung zwischen der im Forschungsbereich B charakterisierten Schädigung und dem Bauteilverhalten im Einsatz herzustellen. Eine entsprechende Methodik zur Quantifizierung der Leistungsfähigkeit wird in Zusammenarbeit der Forschungsbereiche A und B erarbeitet. Die Methoden zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit werden an die jeweiligen Demonstratoren angepasst, da diese im Einsatz unter-schiedlichen Belastungen ausgesetzt sind. Während es sich bei Fließpressteilen vorrangig um eine statische Betriebslast (Biegung, Torsion etc.) handelt, werden Blechbauteile eher dynamisch belastet. Die zu entwickelnden Methoden erweitern die Beurteilungsmöglichkeiten der Leistungsfähigkeit um instrumentierte Mehrstufen-Ermüdungsversuche, die während der ersten Förderphase durch TP B01 in Zusammenarbeit mit dem Forschungsbereich A durchgeführt werden. Biege- und Tiefziehteile werden beispielsweise innerhalb dieses Arbeitskreises in vereinfachten Crash-Tests untersucht. Für die Massivumformung werden ebenso Methoden zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit (Schwingungen, Biegungen etc.) erprobt. Das Resultat ist die Beurteilung der Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit der Schädigung und der Umform-historie.

Eine wesentliche Aufgabe dieses Arbeitskreises, der durch das TP B01 geleitet wird, ist es, den Zusammenhang zwischen Prozess, Mikrostruktur und Leistungsfähigkeit herzustellen und zu beschreiben. Die Ergebnisse sollen in Form von Gemeinschaftsveröffentlichungen aus dem Arbeitskreis publiziert werden und dienen darüber hinaus als Vorarbeiten für die zweite Förderperiode, in der dann die Leistungsfähigkeit spezifiziert und quantifiziert werden soll.

Leitung
Teilprojekt B01
Dr.-Ing. Marina Knyazewa
Fachgebiet Werkstoffprüftechnik (WPT), TU Dortmund